St. Marien

St. Marien
Marienkirchplatz 30
41460 Neuss
Für die 1896 ge­gründete Pfarrei St. Marien entstand 1900 bis 1902 nach Plänen von J. Busch (Neuss) eine neugotische dreischiffige Hallenkirche mit Querhaus und vorge­l­agertem Turm von fast 80 m Höhe.

Im 2. Weltkrieg fiel die Kirche bis auf Turmstumpf und Um­­­fassungsmauern in Trümmer. Beim Wiederaufbau 1948 bis 1950 erhielt sie die jetzige Form: Die zerstörten Ge­wölbe bekamen eine Kassettendecke im Mittelschiff und hölzerne Schein­ge­wölbe in den Seitenschiffen; der Hoch­chor – auf die halbe Höhe reduziert – wurde durch eine „romanische“ Arkade abgetrennt; außen entfernte man die neugotische Bauzier und deckte den Turm mit einem schlichten Pyramidendach.
Das Fresko über der neuen Chorarkade zeigt Maria in der Heilsgeschichte. Neben einigen Fragmenten aus den zerstörten Schnitzaltären sei auf eine lebensgroße Pieta von H. Minkenberg (1928) hingewiesen, ferner auf seinen Kreuzweg und andere Ausstattungsstücke. Die Marienfigur im Hochaltar ist eine Kopie der sogenannten Pfeilermadonna aus dem Kölner Dom und ein Geschenk des damaligen Erzbischofs Josef Kardinal Frings.

Die 1953 (W. Benner) und 1976 (P. Weigmann) begonnene Neuverglasung schloss Prof. E. Wachter 1985 bis 1992 ab: Mit seinen 21 Fenstern von expressiver Schönheit, großer Leuchtkraft und vornehmer Zurückhaltung schuf Wachter Bilderzyklen, die zu Stille und Andacht anregen wollen, zugleich aber auch, wie mittelalterliche Bilderbibeln, die Hl. Schrift den Menschen illustriert nahebringen.

©2019 St. Marien Neuss

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