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Vortrag der kfd: So schützen Sie sich im Alter!

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Am 19. Februar 2008 besuchte Herr Rytlewski von der Polizei die kfd im Marienhaus und referierte zum Thema „So schützen Sie sich im Alter.“ Den lockeren, aber ernst gemeinten Ausführungen folgten 40 Interessierte mit großer Aufmerksamkeit.

Auch wenn Herr Rytlewski die anwesenden Damen noch nicht zu den betroffenen „Alten“ rechnete, schilderte und spielte er sehr lebensnah viele Fälle, die zwar alle aus der Zeitung kennen, deren Einzelheiten aber unter die Haut gingen.

Fall 1
An der Tür bittet jemand um ein Glas Wasser, einen Zettel oder Stift.
• Nie die Kette lösen! Nie jemanden in die Wohnung lassen!

Fall 2
Anruf eines Fremden, der sich nach observierendem Gespräch als Enkel ausgibt, geschickt Mitleid erweckt und um Hilfe / um Geld bittet.
• Einfache Lösung: Kein Gespräch! Auflegen!

Fall 3
Nachdem das Gespräch am Telefon nicht zustande gekommen ist, erscheint ein sogenannter Polizist, der zufällig bei einer Telefonüberwachung das Gespräch gehört haben will, und bittet um Mithilfe, um den Täter zu fassen. Er will zwei Männer schicken, die den „Fall“ aufnehmen und bearbeiten würden.
• Da hilft nur eins: Tür zu! 110 anrufen!

Fall 4

Ein Auto hält. Man wird angesprochen: „Ach, kennen wir uns nicht?“, dann in ein Gespräch verwickelt. Es werden freundschaftliche Gefühle entwickelt, aus denen man später – wenn es um Hilfe, sprich Geld geht – nicht mehr höflich herauskommt.
• Laut abweisen, damit die Mitmenschen aufmerksam werden!

Fall 5

Um es den Taschendieben nicht zu leicht zu machen: in eine Handtasche gehört neben Papiertaschentüchern, Kamm und Lippenstift höchstens ein Zettel mit Nach- name und Heimatstadt.
• Keine Papiere! Kein Geld! Keine Adresse! Wichtige Dinge gehören in einen Brustbeutel! Scheckkarte nicht mit der PIN-Nummer versehen!

Fall 6
Beim unbemerkten Kartentausch am Geldautomaten sind meist drei Gauner beteiligt.
Einer links, einer rechts vom Kunden, einer an der Tür. Beim Hinweis von links auf den 20 Euro-Schein am Boden, tauscht der rechte Gauner unbemerkt die Scheckkarte aus.
• Lieber ohne Geld weggehen!

Fall 7
Wenn die Kleidung auf der Straße von hinten unangenehm beschmutzt wird, wird meist von den Tätern Hilfe angeboten.
• Keine Hilfe von Fremden annehmen! Die wollen ganz etwas anderes.

Nach einer kurzen Pause bei Kaffee und Gebäck bat Herr Rytlewski alle Zuhörerinnen nochmals eindringlich,
• beim erbetenen Helfen immer die Handbremse anzuziehen,
• nicht zuviel Vertrauen in fremde Personen zu setzen,
• stets die Nummer 110 anzurufen, wenn einem etwas verdächtig vorkommt.