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Pfarrfest - 60 Jahre „neue“ Marienkirche

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Fast auf den Tag genau 60 Jahre ist es her, dass die Marienkirche nach dem zweiten Weltkrieg wieder eingeweiht wurde. Das nahm die Gemeinde zum Anlass, ein großes Pfarrfest zu feiern. Viele Mitglieder und Freunde kamen und verbrachten einen schönen Sonntag.

Auch wenn diesmal nicht der Erzbischof von Köln dabei war – an Prunk stand das Festhochamt, mit dem die Feierlichkeiten begonnen wurden, der Konsekrierung vor 60 Jahren wohl kaum nach: Die Kirche war bis auf den allerletzten Platz gefüllt, fünf Priester und ein Diakon zogen gemeinsam mit zahlreichen Messdienern ein, die Orgel brauste. Im linken Querschiff hatte der Marienchor gemeinsam mit dem Chor der Stadt Kaarst Position bezogen; zusammen mit Solisten und einem Orchester führten sie die „Missa Sancti Nicolai“ von Joseph Haydn auf. Damit war die Messfeier gleichzeitig ein Bestandteil der Neusser Kirchenmusikwochen.

Als die Gottesdienstbesucher die Kirche verließen, sorgten Turmbläser auf dem Marienkirchplatz für festliche Stimmung. Der Duft von frisch Gegrilltem und das warme Wetter zogen die meisten schnell an die Speisen- und Getränkestände. Viele Gruppen aus der Gemeinde halfen mit, für das leibliche Wohl zu sorgen: Die Helferkreise St. Kamillus und St. Barbara betreuten den Grillstand, die Frauengemeinschaft hatte eine Cafeteria aufgebaut. Der Kirchenchor bot Wein an und zwei Schützenzüge aus den Reihen der Pfarre schenkten Bier und andere Getränke aus. Sie waren nicht die einzigen „externen“, die mithalfen: Die Mitglieder der portugiesischen Gemeinde verkauften Spezialitäten aus ihrer Heimat. Mitarbeiter der St. Augustinus-Kliniken, die seit etwa einem Jahr das „Netzwerk Bleichgasse“ betreiben, backten Waffeln.

Auch der Kindergarten Maria Goretti, die Pfarrjugend, die Messdiener, das Team der Bücherei und sogar die Kreuzschule beteiligten sich am Pfarrfest und halfen Jung und Alt, sich die Zeit mit angenehmen Dingen zu vertreiben. Der neue Pfarrgemeinderat der Pfarreiengemeinschaft Neuss-Mitte stand zum Gespräch bereit.

In der Kreuzkapelle der Kirche erinnerte eine Ausstellung mit Bildern und Zeichnungen an die wechselvolle Geschichte der Marienkirche. Sie war Anfang des vergangenen Jahrhunderts als neugotisches Bauwerk errichtet worden. Nach schweren Zerstörungen im Krieg wurde sie in vereinfachter Form wieder errichtet. Die letzte größere „Umbau“-Maßnahme war der Einbau der eindrucksvollen Fenster vor ca. 20 Jahren.