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Pater Savys Verabschiedung: Kleiner indischer Kaplan ganz groß

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Als „kleiner indischer Kaplan“ begann er vor sieben Jahren seine Arbeit in den Gemeinden Hl. Dreikönige und St. Pius X., mit einer großen Party wurde Pater Savy Madappilly nun verabschiedet. Die Gläubigen in Neuss-Mitte lassen den beliebten Priester nur ungern gehen.

Anfangs hatte der junge Geistliche nur geringe Deutschkenntnisse und musste sich das ein oder andere Mal mit Gesten oder anderen Kommunikationswegen behelfen. Kein Wunder also, dass er das Thema Kommunikation dann auch in den Mittelpunkt seiner letzten Predigt stellte, die er am Samstagabend in St. Pius hielt. Die Kirche müsse neue Wege beschreiten, wenn sie jungen Menschen vermitteln wolle, dass der Glaube wichtig sei und Freude mache. Früher hätten sich die Menschen mit dem Gotteslob in die Kirchenbank gesetzt – warum solle es heute nicht der iPod sein? Oder warum könne nicht die Kirche Facebook zum „Faithbook“ machen?

Dass es Pater Savy in seiner Neusser Zeit gelungen ist, auf Kinder und Jugendliche zuzugehen, zeigten die vielen Familien, die zu seiner Verabschiedung gekommen waren. Weitere Impulse setzte der Kaplan in der Arbeit für Wohltätigkeitsprojekte, etwa für seine indische Heimat oder kürzlich erst für die Menschen in Ostafrika. Ohne große Vorbereitung hatte er im August erst einen Stand in der Innenstadt organisiert und dabei mehr als 2.000 € als Nothilfe für die Afrikaner gesammelt.

Dass er längst ein richtiger Neusser geworden ist, bewies Pater Savy mit einer Frage an die Gemeinde: Liegt Neuss links oder rechts? Während viele Gläubige diese Frage mit der Fließrichtung des Rheins verknüpften, sagte Savy: „Für mich liegt Neuss links, denn mein Herz ist links!“

Nun wechselt der Pater aber zumindest die Rheinseite: In Mettmann trifft er auf einen alten Bekannten: Diakon Gerhard Rust, vormals auch in Neuss-Mitte tätig.

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