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Neusser Marienlied im Gotteslob

NGZ, 4. Mai 2013
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Die Hymne „O Maria sei gegrüßt“ aus der Feder des Neusser Pastors Wilfried Korfmacher wird in das neue katholischen Gesangbuch aufgenommen.

Im Erzbistum Köln und gerade am Niederrhein wird die Marienverehrung groß geschrieben. Dafür steht nicht zuletzt die Gnadenkapelle in Meerbusch-Niederdonk als Marianische Pilgerstätte. Und es ist auch bestimmt kein Zufall, dass viele Kirchen im Rheinland der Gottesmutter Maria geweiht sind. Monsignore Wilfried Korfmacher, seit 1989 Seelsorger an der Neusser Marienkirche, ist diese Marienverehrung ein besonders Anliegen. Für ihn ist die Muttergottes eine Stütze in seinem Priesterberuf und in seinem Glauben. Ihr widmete er 1996, als St. Marien 100 Jahre alt wurde, ein Lied. Korfmachers Liedtext „O Maria sei gegrüßt“, gesungen zu einer zu Herzen gehenden Melodie des damaligen Kantors Claudius Stevens, hat jetzt Aufnahme in das Gotteslob gefunden, das katholische Gesangbuch für alle deutschsprachigen Bistümer.
 
Die Arbeit an dem neuen Gesangsbuch wird von Jürgen Schymura, dem Leiter des Hauptverlages Katholisches Bibelwerk Stuttgart, wegen der breiten Beteiligung als „demokratischstes Projekt“ bezeichnet, das der Verlag je begleitet hat. Es verfolgt den Leitgedanken, den regionalen Aspekt besonders zu betonen. „Dadurch soll die Identifikation der Gemeinden mit dem Werk gefördert werden“, erklärte Richard Mailänder, Diözesanmusikdirektor des Erzbistums Köln, auf einer Pressekonferenz in Köln. Um das zu erreichen, wurde dazu aufgerufen, Lieder für das neue Gotteslob vorzuschlagen, die, so Monsignore Markus Bosbach als Leiter der Hauptabteilung Selsorge im Erzbistum Köln, „in den Gemeinden gerne gesungen werden und bisher im Gotteslob nicht enthalten waren“. Sie finden nun in dem sogenannten Eigenteil des neuen Gotteslob Aufnahme, der für das jeweilige Bistum typische Gebete und Gesänge enthalten wird. Korfmachers „O Marie sei gegrüßt“ gehört dazu.
 
Das neue Gotteslob wird am 1. Dezember diesen Jahres, dem ersten Adventssonntag, eingeführt. Wenn St. Marien nur eine Woche später, am 8. Dezember, sein Patronatsfest feiert, kann dieses Lied bereits aus dem neuen Gebetbuch gesungen werden. Und vielleicht wird die rheinische Marienverehrung auch durch diesen Text eine noch größere Strahlkraft entfalten.
 
Text: Christian Dick, längere Fassung verfügbar