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Kräuterweihe in St. Kamillus

Anton Deiringer
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Auch in diesem Jahr hat der Kamillus-Helferkreis zum Fest Maria Himmelfahrt kleine Kräutersträußchen mit einem Mariengebet für jeden Gottesdienstbesucher ausgeteilt. Pastor Korfmacher hat mit einer schönen Einführung am Samstagabendgottesdienst die Kräuter gesegnet.

Wieso gerade der Himmelfahrtstag Mariens für dieses Brauchtum auserkoren wurde, ist heute nicht mehr ganz nachvollziehbar, doch Maria wurde schon immer mit Rosen und Lilien und mit den Blumen des Feldes verglichen. In einer alten Legende wird auch berichtet, dass den Aposteln der Duft wohlriechender Kräuter entgegenkam, als sie das Grab der Gottesmutter öffneten. Vor allem aber wird der Zeitpunkt eine rolle gespielt haben, denn Mitte August ist die wichtigste Zeit zum Sammeln der Kräuter, denn dann haben sie die meiste Kraft angesammelt und die beste Wirkung.
Die Schönheit der Natur und die heilende Kraft der Kräuter haben bei vielen Menschen wieder an Bedeutung gewonnen und so ist es sehr wohl angebracht, den Brauch der Kräutersegnung wieder zu beleben.

Heute geht es uns nicht mehr um magische Vorstellungen, vielmehr soll dies der Dank an Gott für die Kräuter mit ihren heilenden Kräften und wunderbaren Düften sein. Die Sinnbilder stehen für das gesamte Heil, das Gott uns schenkt. Die Kräutersegnung soll uns auch ein Symbol sein für die Große Güte Gottes, die uns so viel schenkt, wenn wir es nur annehmen.

Die Gottesdienstbesucher haben sich sehr über die Sträußchen gefreut und sich ganz herzlich bei den Helfern bedankt. So kann ein schönes Brauchtum auch die Gemeinde im Kleinen zusammenhalten.