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Ein Leben lang Gott dienen

Julia Schraermeyer als Betreuerin der Sternsinger
Julia Schraermeyer als Betreuerin der Sternsinger
… das möchte Julia Schraermeyer aus unserer Pfarrgemeinde St. Marien. Die 19jährige Abiturientin ist vor wenigen Wochen in das Zisterzienserinnen-Kloster Sostrup in Dänemark eingetreten.

In den vergangenen Jahren war Julia Schraermeyer ein aktives Mitglied der Pfarrjugend von St. Marien. Sie war Messdienerin und gehörte der Leiterrunde an. Viele Stunden ihrer Freizeit hat sie damit verbracht, sich ehrenamtlich für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde zu engagieren. Ende Juni nun hat sie ihr bisheriges Leben in Neuss hinter sich gelassen und einen neuen Abschnitt begonnen.

Vor der jungen Ordensschwester liegt nun zunächst das sogenannte Postulat, eine Zeit des gegenseitigen Kennenlernens in der Gemeinschaft. Nach einem halben Jahr folgt die Einkleidung. Damit ist nicht nur das Anlegen des Ordensgewandes verbunden, sondern auch die Annahme eines neuen Namens, also gleichsam einer neuen Identität. Die Einkleidung markiert auch den Beginn des Noviziates, der Ausbildungszeit von Ordensleuten.
Das Noviziat dauert ein Jahr, die Novizinnen üben sich in dieser Zeit in das klösterliche Leben ein. Sie werden von einer Novizenmeisterin betreut und erhalten auch Unterricht über die Psalmen, über die Geschichte des Ordens und des Klosters, über die Askese, über die Benediktsregel usw. So werden die Novizen in das klösterliche Leben eingeführt.
Nach dem Noviziat steht dann die zeitliche Profess an, d.h. die Bindung an den Orden für drei Jahre, verbunden mit den Gelübden Armut, Keuschheit und Gehorsam. Nach Ablauf der drei Jahre folgt die feierliche Profess mit der lebenslangen Bindung an den Orden.


Der Zisterzienserorden

Die Zisterzienser leben nach der Regel des Hl. Benedikt sind ein kontemplativer Orden, d.h. ihre Mitglieder haben sich ganz dem klösterlichen Leben, insbesondere dem Gebet, der Schriftlesung und der Meditation, verschrieben – im Unterschied zu denjenigen Orden, die karitativ oder missionarisch tätig sind.

Der Tagesablauf ist geprägt von sieben Gebetszeiten. Die erste Gebetszeit findet nachts um 4:00 Uhr statt, die letzte nach Sonnenuntergang. Zentral ist die tägliche Feier der heiligen Messe. Durch die Gottesdienste, denen nach der Regel des heiligen Benedikt nichts vorgezogen werden soll, wird der Tag der Schwestern gegliedert in Lesung und Arbeit.

Ganz in der Nähe von Neuss leben auch Zisterzienser, nämlich die Mönche von Kloster Langwaden in Grevenbroich.


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