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Ein Bibelgarten entsteht

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Vor ca. drei Jahren (2006) hat der Helferkreis Kamillus die Pflege der Beetanlagen vor der Kamilluskirche übernommen. Viele schweißtreibende Stunden verbrachten die ehrenamtlichen Helfer in den Beeten, um den über Jahre weit verbreitenden Giersch mit seinen Rhizomen, Löwenzahn und anderen Unkräutern (Wildkräuter) Herr zu werden. Von manchem Gärtner wird der Giersch erduldet, von anderen gegessen und wiederum von anderen gnadenlos gejätet. Zu letzteren gehören die ehrenamtlichen Kamillus Gärtnerinnen und Gärtner.

Nachdem der Boden für anderen Pflanzen aufbereitet war, wurden überwiegend Bodendecker und heimische Sträucher gesetzt.

Aufgrund eines eher zufälligen Besuches des Bibelgartens des St. Johannisklosters in Schleswig entstand die Idee und schnell das Interesse die Beete vor der Kamilluskirche in einen Bibelgarten umzuwandeln. Wir waren überrascht, dass die Bibel ca. 130 Pflanzen kennt und beeindruckt wie die biblische Geschichte durch die jeweilige Pflanze und den Hinweis auf die Bibelstelle sehr anschaulich näher gebracht wurde.

Hierzu ein Beispiel: die Jakobsleiter (polemanium caeruleum). Die Form der Blätter erinnert an eine Leiter 1Mose 28.10-19 Jakob sieht auf der Flucht vor seinem betrogenen Bruder Esau im Traum eine Leiter, die in den Himmel reicht und an der Engel auf- und niedersteigen. Oben stand der Herr und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham und Isaaks

In dem Bibelgarten an der Kamilluskirche werden bis Ende des Jahres ca. 30 Pflanzen wachsen, die entweder einen biblischen Namen haben oder in der Bibel vorkommen. Dazu müssen einige Sträucher und Pflanzen wieder entfernt werden, die nicht in den Bibelgarten gehören. Andere Pflanzen werden stehen gelassen, wie die Elfenblume, die ein schöner Bodendecker ist und unter der Linde zur Straßenseite einen guten Platz gefunden hat.

Jede Bibelpflanze wird mit einer kleinen Hinweistafel versehen, auf der eine kurze Erläuterung der Pflanzen sowie die jeweilige Bibelstelle bzw. das Bibelzitat zu lesen ist.

Wir hoffen, dass die Betrachter, Schüler und Kirchgänger Freude an dem Garten haben und durch die Verbindung zwischen Schöpfung Gottes und Wort Gottes neue Anregungen bekommen.