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Die Kirche – der Ort, wo Himmel und Erde sich berühren

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Unter diesem Motto stand der Beitrag der Pfarre St. Marien zur Nacht der offenen Kirchen in Neuss. Am vergangenen Freitagabend kamen rund 100 Menschen; sie fanden Stille und die Möglichkeit zum Gebet.

Wer in die Marienkirche kam, trat ein in einen nahezu finsteren Raum. Ein mit Kerzen abgesteckter Parcours geleitete die Besucher zu den wichtigen Orten des Kirchenraums (Weihwasserbecken, Beichtstuhl, Taufbrunnen, Altar, Heiligenfiguren). Über die Lautsprecheranlage erklang leise Musik mit religiöser Thematik, etwa gregorianische Choräle oder Bach-Stücke. Jeder Besucher bekam am Eingangsportal einen Zettel, auf dem kurze Erläuterungen zu den verschiedenen Orten und Gegenständen des Kirchenraums abgedruckt waren. Zusätzlich erhielt er eine kleine Einführung zum Thema Gebet, sowie eine Sammlung christlicher Grundgebete.

„Bei unserem Konzept ging es vor allem darum, der Kirche Fernstehenden den Kirchenraum zu erschließen“, erläutert Kaplan Stockhausen. Und das gelang: Denn Helfer aus dem Pfarrgemeinderat und aus der Pfarrjugend hatten sich – mit Kerzen „bewaffnet“ – aufgemacht, hinaus auf die Straßen rund um die Kirche. Sie sprachen vorbeigehende Menschen an und luden sie ein, in die Kirche zu kommen und eine Kerze anzuzünden. Auch junge Leute, die zu später Stunde vom Bahnhof zur Disco unterwegs waren, konnten dazu bewegt werden. So fragten etwa zwei etwa 16jährige Jugendliche gegen 23.00 Uhr, ob sie in die Kirche hineingehen könnten. Sie verweilten ca. 20 Minuten in der Kirche und waren sehr interessiert. „War mal was Anderes“, so ihr Kommentar.

In der Krypta als abgeschlossenem Raum, bestand die Möglichkeit zur eucharistischen Anbetung, wozu sich auf dem Handzettel ebenfalls eine kurze Erläuterung befand. Über die ganze Zeit hinweg standen Seelsorger zu persönlichem Gespräch bereit.

In der Sakristei hingegen war eine kleine Ausstellung von sakralen Gegenständen und Paramenten eingerichtet. Helfer standen bereit und erläutern die Bedeutung sowie den Gebrauch beim Gottesdienst. Eine ältere Dame freute sich: „Jetzt bin ich schon so lange katholisch, aber zum ersten Mal in einer Sakristei!“