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Tagebuch von Max Odenbreit Der Mensch muss sich bewähren

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Historische Abhandlungen über den zweiten Weltkrieg gibt es viele – und es scheint, als wäre in ihnen alles Wissenswerte niedergeschrieben. Völlig neue Einblicke aber liefert das Tagebuch von Max Odenbreit, Kaplan an St. Marien in Neuss, über die Jahre 1942 bis 1945.

Dechant Monsignore Wilfried Korfmacher entdeckte das Tagebuch bei Odenbreits Nichte Elisabeth Scherer. Die Josef-Kardinal-Frings-Gesellschaft zu Neuss am Rhein versah die Aufzeichnungen des Geistlichen mit einer historischen Einordnung und veröffentlichte ein 136-seitiges Buch unter dem Titel „Der Mensch muss sich bewähren“.

Der junge Geistliche Odenbreit lebte und arbeitete in der Neusser Pfarrgemeinde St. Marien und schrieb seine Erlebnisse zur Zeit des Zweiten Weltkrieges nieder. Die Aufzeichnungen legen Zeugnis ab von einem Leben zwischen den Bedrängnissen durch NS-Regime und Krieg auf der einen Seite und den Herausforderungen des geistlichen Dienstes auf der anderen Seite. „Das Tagebuch ist insoweit nicht nur eine historisch bedeutsame Schrift, sondern zugleich ein spannendes persönliches Zeugnis.“ so Sebastian Rosen, Präsident der Josef -Kardinal-Frings-Gesellschaft im Vorwort zum Buch. In der Tat beeindrucken die Schilderungen – vor allem, aber nicht nur dann, wenn der Leser das örtliche und persönliche Umfeld in Neuss kennt. Und die Niederschrift über das Erleben des Krieges im Hier und Jetzt stellt einen wohltuenden Unterschied zu vielen geschichtlichen Werken dar, die sich auf die rückblickende, vom Ende her ausgehende Beschreibung der Ereignisse beschränken.

Das Tagebuch von Max Odenbreit ist erhältlich bei der Kardinal-Frings-Gesellschaft.