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Ausflug zum Tagebau Garzweiler am 25.5.2011

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Der alljährliche Halbtagesausflug der kfd St. Marien führte in diesem Jahr zum Tagebau Garzweiler. Bei herrlichem Wetter starteten 42 gut gelaunte Frauen mit dem Bus Richtung Grevenbroich. Westlich von Grevenbroich befindet sich der Tagebau Garzweiler.

Bei der Einführung im Info-Center durch den Reisebegleiter von RWE-Power, dem Betreiber des Tagebaus, hörten wir u.a., dass jede vierte Kilowattstunde in Deutschland aus Braunkohle erzeugt wird. In Nordrhein-Westfalen werden sogar 40 % des Stroms mit Braunkohle erzeugt. Die Braunkohlenförderung pro Jahr liegt bei etwa 100 Millionen Tonnen. Rund 90 % werden zur Stromerzeugung in den Kraftwerken des Unternehmens benötigt. Die restliche Menge wird zu Briketts, Braunkohlenstaub oder Koks veredelt.

Nach dieser interessanten Einführung starteten wir mit dem Bus zu einer Rundfahrt durch den Tagebau. Dieser besteht im Grunde einerseits aus dem Abbau durch riesige Schaufelradbagger und andererseits wird der Abraum in dem bereits abgebauten Bereich wieder verteilt.
Die Schaufelradbagger sind die größten Arbeitsmaschinen der Welt, neben denen sich unser Bus recht winzig ausnahm. Mittels eines Schaufelrades erfolgt der Abbau der unterschiedlichen Erdschichten, sowie letztendlich auch der Braunkohle, in terrassenartiger Form. Grosse Bandanlagen transportieren die geförderte Kohle zu ihrem Bestimmungsort. Der Tagebau Garzweiler ist per Bahn mit den Kraftwerken - z.B. Niederaußem, Neurath, Frimmersdorf – verbunden. Um die Kohleversorgung der Kraftwerke auch bei Störungen des Abbaus zu gewährleisten, werden große Vorräte im Kohlebunker gelagert.

Um die Lärm- und Staubentwicklung aus dem Tagebau zu reduzieren, werden freigelegte Abraum- und Kohleflächen durch bewegliche Regnerautomaten feucht gehalten und durch gezielten Anbau von Pflanzen verfestigt.

Die Rekultivierung der abgebauten Kohlefelder hat für RWE-Power einen hohen Stellenwert. Dies konnten wir bei der Fahrt durch neu aufgeforstete Waldstücke bzw. neu angelegte Felder erkennen. Abschließend fuhren wir durch einige neu aufgebaute Gemeinden, deren alte Ortsteile dem Braunkohletagebau weichen mussten.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Veranstaltung sehr informativ und ausgesprochen kurzweilig war.

Nach so viel Theorie war der folgende Ausflug zum Schloss Paffendorf mit geselliger Runde im Schlosshof bei Kaffe und Kuchen eine willkommene Erholung.

Auf der Rückfahrt nach Neuss waren zufriedene Gesichter und eine gute Stimmung aller Beteiligten der Lohn für die Vorbereitung der Fahrt durch den Vorstand der kfd.

Erika Grobba

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